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Logistikimmobilien: Nachfrage und Angebot


Während im Großraum Hamburg die Flächenumsätze bei der Vermietung von Logistik- und Industrieflächen steigen, ist der Markt in und um München derzeit rückläufig und von sehr hohen Quadrat­meterpreisen geprägt.

Der Hamburger Logistikimmobilienmarkt erzielte in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres mit dem Vermietungsumsatz von 230.000 Quadratmetern einen Anstieg von knapp fünf Prozent gegenüber dem vorjährigen Halbjahresergebnis. Damit liegt es auf dem Niveau des Fünf-Jahresdurchschnitts (231.000 Quadratmeter) und nach dem ersten Halbjahr 2016 (280.000 Quadratmeter) an zweiter Stelle innerhalb der letzten fünf Jahre. Das ergibt sich aus der aktuellen Analyse des Immobilien-Beratungsunternehmens Realogis.

Am stärksten war die Nachfrage in Hamburg-Süd mit 101.200 Quadratmetern, wo im Hafenbereich verstärkt neuwertige Flächen am Markt verfügbar waren. Aufgrund der weiterhin angespannten Angebotssituation in Hamburg-Ost trug dieser Teilmarkt mit nur 85.100 Quadratmetern zum Ergebnis bei. „Der Nachfrageschwerpunkt liegt auf Logistikflächen mit Neubauqualität. Da diese nicht zur Verfügung stehen, wird es zwangsläufig zum Rückbau von alten Speditionsanlagen kommen, die dann durch Neubauten ersetzt werden“, erklärt Jörg Lojewski, Geschäftsführer von Realogis Immobilien Hamburg. Die niedrigste Umsatzleistung verzeichneten die Regionen Hamburg-Nord mit 18.400 Quadratmetern und Hamburg-West mit 25.300 Quadratmetern. Weiterhin sehr begehrt sind die Logistik-Hot-Spots im südlichen Hamburger Umland in Rade und Buchholz in der Nordheide. Hier stehen hochwertige Logistikimmobilien zu im Verhältnis zum Hafen günstigen Mieten zur Verfügung.

Mehr Fläche für Logistik

„Größter Flächenabnehmer wie im Vorjahresvergleichszeitraum ist erneut die Logistikbranche“, sagt Irina Lysenko, Research Analyst der Realogis- Gruppe. Sie legte nochmals um 15 Prozent zu und kam im ersten Halbjahr auf 133.400 Quadratmeter.

Aufgrund der sehr guten Nachfragesituation gehen Projektentwickler weiter ins Risiko und erstellen moderne Logistikimmobilien spekulativ. Schwerpunkt der Neubauentwicklungen ist der Hafenbereich, wo sich die Grundstücke im Eigentum der HPA (Hamburg Porth Authority) befinden und durch die Entwickler langfristig angemietet wurden.

Die Spitzenmiete zieht aufgrund der generellen Flächenknappheit und der starken Nachfrage auf 5,80 Euro pro Quadratmeter um zwei Prozent an. Erzielt wird sie im Bereich Altenwerder/Waltershof bei Neubauten mit sehr guter Infrastruktur – direkte Lage an der A7 und zu den Hafenterminals – und hoher Drittverwendungsfähigkeit. Die Durchschnittsmiete erhöht sich um ein Prozent auf 4,65 Euro pro Quadratmeter.



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