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Bestseller mit Schliff


Die gute Nachricht zuerst: Der neue Sprinter ist weiter ein Sprinter, nur eben besser. Das wird Auf- und Ausbauhersteller freuen, deren Anschlagspunkte unverändert bleiben, wie überhaupt sich die Karosseriestruktur unter der geglätteten, im Vergleich deutlich moderneren Blechhaut unverändert zeigt.

Besser wurde der Sprinter vor allem durch das Hinzufügen einer frontangetriebenen Version (FWD), eine Forderung vieler KEP-Kunden. Die können sich neben einem moderaten Basispreis von 19.990 Euro über eine acht Zentimeter niedrigere Ladekante freuen – und entsprechend mehr Volumen. Allerdings erfordert der seitliche Zustieg Zugeständnisse, denn auf eine Zwischenstufe wurde verzichtet – zugunsten der Palettenabstellbarkeit, heißt es.
Vor allem aber fährt sich der Fronttriebler anders als die heckgetriebene Variante (RWD). Wir lenkten jeweils den Klassiker 114 CDI mit 143-PS-CDI-Maschine. Die wurde laut MB-Vans-Chef Volker Mornhinweg übrigens gründlich überarbeitet im Hinblick auf das Abgasreinigungssystem sowie softwareseitig und erfüllt jetzt die gültige Zwischenstufe der Euro-6c-Norm. Damit sollte man für die etwaige blaue Plakette auf der sicheren Seite sein. Der Motor ist in jedem Fall besser gedämmt als im Vorgänger, verleugnet seine Bauart Diesel und Herkunft aus dem Hause Daimler mit sonorem, unter Last eher kernigem Sound und Vibrationen nicht. An Kraft hat es dem Aggregat nie gemangelt, 330 Nm Drehmoment erlauben flottes Fortkommen.

 

Flotte 9-Gang-Automatik


 Das umso flotter ist, als sich die erstmals in einem Transporter erhältliche 9-Gang-Automatik – eine Daimler-Adaption von ZF respektive wie der gesamte Frontantriebsantriebsstrang mit Quermotor aus den Mercedes-Benz-Pkw – rascher und ruckfreier Schaltwechsel befleißigt. Sie hat mit der breiten Spreizung immer die passende Stufe parat – und Gang 9 senkt die Drehzahl auf Langstrecken spürbar. Das sollte dem Verbrauch zugutekommen, der mit der Automatik mindestens auf Niveau des weiter eher etwas knorrig zu stufenden 6-Gang-Handschalters liegen sollte. Wenn Daimler wie bisher beim Aufpreis Maß hält, wäre das gerade auch für KEP-Fahrer eine warme Empfehlung. Beim Heckantrieb kommt übrigens weiter die 7-G-Tronic zum Einsatz.



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