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Verkehrssicherheit: Kampagne gegen Sekundenschlaf


Laut Statistik ist Sekundenschlaf für etwa 40 Prozent der Lkw-Unfälle verantwortlich. Powernapping soll dagegen formidabel helfen und am Ende sogar die Unfallzahlen halbieren.

Das 3G Europäisches Kompetenzzentrum Ladungssicherung in Fulda hat eine Kampagne zur Bekämpfung des Sekundenschlafs als Folge von Übermüdung am Lkw-Steuer gestartet. Mit Unterstützung der Logistik- Verbände und der bundesweit stattfindenden Fernfahrerstammtische der Polizei soll das Thema in die breite Öffentlichkeit gehen. Der Flyer „Bekämpfung Sekundenschlaf“, in dem 3G das Wissen rund um den Sekundenschlaf kompakt zusammengefasst hat, sollen Fahrer über die Gefahren aufklären.

Auch die Webseite www.bekämpfungsekundenschlaf.de haben die Initiatoren zu dem Thema hochgeladen. Darauf finden sich die Vorträge, die ebenfalls zur Aufklärung beitragen sollen. „Wenn wir es schaffen, die durch Sekundenschlaf verursachten Unfälle zu halbieren, haben wir unser Ziel erreicht“, betont 3GGründer Winfried Uth, der die Verkehrssicherheitskampagne ursprünglich ins Leben gerufen hat.

Wer schläfrig fährt, nimmt ein hohes Risiko in Kauf, betont 3G in einer Pressemitteilung. Man schätze Geschwindigkeiten falsch ein, sei in höchstem Maße unkonzentriert und reagiere ähnlich langsam wie nach dem Genuss von Alkohol oder Drogen. Im Extremfall könne es sogar passieren, dass der Fahrer kurz einnickt. Der Sekundenschlaf ist eine spontane Reaktion des Körpers auf Übermüdung. Dessen Folgen seien daher unabsehbar. Das Fahrzeug kann von der Straße abkommen, ins Schleudern geraten, sich überschlagen oder ungebremst gegen ein Hindernis prallen.

Abgesehen von den Folgen für Leib und Leben sowie dem finanziellen Schaden drohen dem Fahrer aber auch rechtliche Konsequenzen. Wer übermüdet am Steuer sitzt und damit das Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, muss mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder einer empfindlichen Geldstrafe rechnen.

Tödliche Müdigkeit im Verkehr

Laut einer Untersuchung der BASt (Bundesanstalt für Straßenwesen) werden rund 20 Prozent der schweren Verkehrsunfälle mit mindestens einem Toten oder Schwerverletzten durch Müdigkeit verursacht. Unter Berücksichtigung der Dunkelziffer rechnen Experten sogar mit einer Verursachungsquote von 40 Prozent. „Dabei ist Müdigkeit eine Unfallursache, die bereits mit einfachen Mitteln verhindert werden kann“, plädiert Uth an die Fahrer. Zu den wichtigsten Lösungsansätzen gehöre das so genannte „Powernapping“. Durch das kurze, maximal 20-minütige Nickerchen regenerieren sich Körper und Leistungsbereitschaft, während Ausdauer und Konzentration deutlich ansteigen. Regelmäßiges Powernapping soll zudem zu einer besseren inneren Balance verhelfen sowie Herz- Kreislauf-Erkrankungen und Burn-out vorbeugen.

Als weitere wichtige Maßnahmen gilt die eigenverantwortliche Früherkennung durch die Fahrer. So ist Müdigkeit an diversen Faktoren erkennbar. Dazu zählen Hungergefühl, verändertes Kälteempfinden, Blend- und Lichtempfindlichkeit, Gähnen, Niesen, Augenzwinkern sowie Reizbarkeit und Kopfschmerzen. Hinzu kommen eine verlangsamte Reaktionszeit, Orientierungslosigkeit, Konzentrationsmängel, ruckartiges Lenken, Fehleinschätzungen von Abständen, oder unnötiges Bremsen.

Da sich Müdigkeit am Steuer wohl niemals ganz verhindern lässt, fällt den modernen Fahrer-Assistenzsystemen ebenfalls eine wichtige Rolle zu. Schließlich können auch Verkehrskontrollen, Verkehrsaufklärung und Aktionstage einen spürbaren Beitrag im Kampf gegen Sekundenschlaf leisten.



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