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Citylogistik: Kommunen und KEP-Dienste wollen zusammenarbeiten

Verbände aus den Bereichen Kommunen, Logistik und Handel einigen sich auf Maßnahmenpaket.

Der Deutsche Städtetag (DST), der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB), der Handelsverband Deutschland (HDE) und der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) haben vor Kurzem eine gemeinsame Absichtserklärung mit dem Namen „Gute Logistik für lebenswerte Innenstädte“ unterschrieben. Darin einigen sich die Partner auf ein gemeinsames Ziel, nämlich darauf „saubere und lebenswerte Städte und Gemeinden zu erhalten, die der umfassenden Versorgung der Bevölkerung gerecht werden und die Belastungen aus KEP- und urbanen Verteilverkehren auf das unvermeidliche Maß zu reduzieren“. Um das Ziel zu erreichen, einigten sich die Partner auf Maßnahmen auf sieben Handlungsfeldern. Diese sind im Einzelnen:

Alternative Antriebe

Die KEP-Dienste verpflichten sich, ihre Fahrzeuge im Auslieferungsverkehr „verstärkt und sukzessive auf alternative Antriebe“ umzustellen. Die anderen Partner verpflichten sich, sich bei Fördermittelgebern dafür einzusetzen, dass sie diese Umstellung unterstützen.

Optimierte Logistikkonzepte

Um die Lärm-, Abgas- und Verkehrsbelastung zu verringern, verpflichten sich die KEP-Dienste, ihre Konzepte zu optimieren und dabei auch mit Konkurrenten zusammenzuarbeiten.

Lieferverkehr in Fußgängerzonen

Die Unterzeichner sehen den Lieferverkehr in den Fußgängerzonen als eine künftig wichtige Herausforderung der Citylogistik. Sie gehen davon aus, dass Händler künftig einen Versand aus dem Laden heraus anbieten werden. Der Deutsche Städtetag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund werden daher ihren Mitgliedern empfehlen, die Aufhebung von Zufahrtsbeschränkungen für Lastenräder und Lieferfahrzeugen mit alternativen Antrieben zu prüfen. Zudem fordern die beiden kommunalen Verbände Bund und Länder auf, die Forschung zum stadtverträglichen Logistikverkehr zu fördern.

Privilegierte Ladezonen

Die kommunalen Verbände verpflichten sich, sich bei der Bundesregierung und den Landesregierungen dafür einzusetzen, dass die Kommunen größere Möglichkeiten haben, für den KEP-Verkehr reservierten Ladezonen auszuweisen.

Mikro-Depots

Die kommunalen Verbände werden ihren Mitgliedern empfehlen, Standort für Mikro-Depots zu prüfen und zu genehmigen. Die Unterzeichner wollen Mikro-Depots zunächst vor allem in Modellstädten etablieren und von dort aus auf andere Städte übertragen.

Verkehrsspitzen durch Nachtbelieferung entzerren

Die Partner empfehlen die Prüfung von Nachtbelieferungen des Handels mit besonders geräuscharmen Lkw.

Kommunikation zwischen Gemeinden und KEP-Dienstleistern

Der Deutsche Städtetag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund wird ihren Mitgliedern empfehlen, nach Möglichkeit einen zentralen Ansprechpartner für die Koordination der Stadtlogistik zu benennen. Im Gegenzug verpflichten sich die KEP-Dienstleister bei Anträgen für Mikro-Depots und Befreiungen möglichst koordiniert aufzutreten.

(László Dobos)





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