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Daimler: Sparten Vans und Trucks steigern Absatz

Die Daimler AG konnte im ersten Halbjahr 2017 ihren Wachstumskurs fortsetzen. Die Sparten Daimler Trucks und Mercedes-Benz Vans steigerten im zweiten Quartal besonders im Ausland ihre Absätze.

Mit einem Konzernabsatz von 822.500 Einheiten konnte die Daimler AG ihren Absatz um acht Prozent steigern. Dadurch erreichten die Stuttgarter einen neuen Bestwert. Dies veröffentlichte der Automobilkonzern in seinen Zahlen zum ersten Halbjahr 2017. Dementsprechend stieg der Umsatz um sieben Prozent auf 41,2 Milliarden Euro. Auch bei den Sparten Daimler Trucks und Mercedes-Benz Vans konnte der Wachstumskurs fortgesetzt werden. Insgesamt waren zum Ende des zweiten Quartals 2017 weltweit 290.867 Mitarbeiter tätig (zum Vergleichszeitpunkt 2016: 286.860), davon 174.909 in Deutschland.

„Hinter uns liegt ein hervorragendes zweites Quartal. Dieses starke Kerngeschäft ist die beste Basis für eine erfolgreiche Erschließung neuer Geschäftsmodelle rund um die CASE-Themen“, resümierte Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars. CASE steht hierbei für die vier strategischen Säulen Vernetzung (Connected), autonomes Fahren (Autonomous), flexible Nutzung (Shared & Services) und elektrische Antriebe (Electric).

Der Absatz von Daimler Trucks lag mit 116.400 Lkw (2016: 108.300) über dem des zweiten Quartals des Vorjahres. In der Region EU30 (Europäische Union, Schweiz und Norwegen) erreichte die Lkw-Sparte mit 20.400 Einheiten das Vorjahresniveau. In Deutschland blieb der Absatz mit 8.100 Lkw (2016: 8.300) leicht hinter den Werten des Vorjahres zurück. Die Verkäufe in der Türkei waren marktbedingt ebenfalls leicht rückläufig. In der NAFTA-Region stieg der Absatz leicht, ebenso wie der Absatz in Lateinamerika übertraf er das Vorjahresquartal. In Asien lagen die Verkäufe deutlich über dem Vorjahr. Dies war insbesondere auf den starken Absatzanstieg in Indonesien zurückzuführen. Dagegen blieb in Japan der Absatz unter dem Niveau des Vorjahres. Ebenso in Indien. Der Lkw-Absatz der Marke Auman durch das Joint Venture BFDA in China legte mit 28.600 Einheiten (2016: 21.300) deutlich zu. Im Nahen und Mittleren Osten wurden mit 6.400 Fahrzeugen (2016: 3.900) ebenfalls die Verkäufe deutlich gesteigert.

Der Umsatz erreichte 9,0 Milliarden Euro (2016: 8,7). Das Geschäftsfeld erzielte im zweiten Quartal 2017 mit einem EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) von 543 Million Euro (2016: 621) ein Ergebnis deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Als Grund dafür führte das Unternehmen die Aufwendungen für Kundendienstmaßnahmen bei Mercedes-Benz Trucks an.

Mercedes-Benz Vans steigerte seinen Absatz im entsprechenden Zeitraum um vier Prozent auf einen neuen Bestwert von 103.400 Einheiten. In der Region EU30 legte der Absatz um einen Prozentpunkt zu. Starke Zuwächse verzeichnete die Transporter-Sparte in Österreich (plus 25 Prozent), Polen (plus 16 Prozent) und Norwegen (plus zwölf Prozent). Auf dem heimischen deutschen Markt konnte die Sparte nur wenig hinzugewinnen und lag bei 27.400 Einheiten (zuvor 26.800). Als positiv verzeichnete Daimler zudem die Entwicklung in der NAFTA-Region und auch in Lateinamerika. Beide Regionen konnten beim Absatz zulegen. In China hat Mercedes-Benz Vans seine Position im zweiten Quartal weiter verbessert und verzeichnete mit einem Plus von 49 Prozent die bislang absatzstärkste Periode.

Der Umsatz in dieser Sparte ging verglichen mit dem Vorjahresquartal leicht um drei Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zurück. Das Geschäftsfeld erwirtschaftete im zweiten Quartal 2017 mit 358 Millionen ein EBIT deutlich unter dem sehr hohen Vorjahreswert von 401 Millionen Euro. Aufgrund der höheren Aufwendungen für neue Technologien und Fahrzeuge sowie der Beendigung einer Auftragsfertigung konnte das Vorjahresergebnis nicht gehalten werden und die Umsatzrendite sank auf 10,8 Prozent gegenüber der 11,7 Prozent im Vorjahr.

Für die kommenden Perioden rechnet Daimler im Gegensatz zum Gesamtkonzern in den Sparten Vans und Trucks nicht mit großen Veränderungen beim Konzernumsatz und hält die Prognosen auf dem Niveau des Vorjahres. Dennoch rechnet der Konzern mit einem deutlichen Absatzanstieg bei den Vans. Die Stuttgarter begründen dies mit der Neueinführung der V-Klasse und der Vito im vergangenen Jahr in China und mit der Veröffentlichung der neuen X-Klasse.

Bei den Trucks sind die Erwartungen nicht ganz so hoch. Insgesamt wird der Absatz laut Unternehmensprognose wohl nur leicht über dem des Vorjahres liegen. In der NAFTA-Region versucht die Lkw-Spart, die starke Marktposition weiter zu festigen. Außerdem soll zum Absatz auch der neue Freightliner Cascadia, laut Daimler das Flaggschiff im nordamerikanischen Markt, beitragen. In der Region EU30 erwartet Daimler Trucks, dass sich die Verkäufe in der Größenordnung des Vorjahres bewegen. In Japan und Brasilien werden keine großen Veränderungen auf dem guten (in Japan) und dem niedrigen (in Brasilien) Niveau erwartet. In Indonesien und Indien sollten die Verkäufe über denen des Vorjahres liegen. (mb)


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