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Traum von einer besseren Welt

Transport-Chefredakteur Torsten Buchholz über die Sozialbedingungen für Lkw-Fahrer in der EU.

Wochenende für Wochenende spielen sich auf den Parkplätzen an den bundesdeutschen Autobahnen schlimme Szenen ab. Fahrer aus vornehmlich östlichen EU-Mitgliedsstaaten verbringen dort ihre Wochenruhezeit fernab der Heimat unter fragwürdigen Bedingungen. Allerdings ist dies ungute Bild ein Indiz für eine soziale Schieflage in Europäischen Union. Für den Fahrer, der daheim unter wohl noch schlechteren humanitären und ökonomischen Bedingungen arbeiten müsste, ist das verlorene Wochenende in Deutschland die wohl noch bessere unter zwei schlechten Alternativen. Schon der Gedanke, dass jemand, der in die falsche Welt hinein geboren wurde, vielleicht selbst dran Schuld haben könnte, ist pervers. Denn im Sinne der Menschlichkeit hat jeder das Recht auf eine bessere Welt. Allerdings ist es kaum zu erwarten, dass allgemein verbindliche EU-Regelungen etwa zu den Sozialvorschriften irgendetwas an den gesellschaftlichen Grundproblemen in den Mitgliedsstaaten ändert. Es hieße, den Traum von einer besseren Welt Realität werden zu lassen. Davon ist die EU derzeit noch weit entfernt.





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