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Erdgas-Lkw: Iveco rüstet Stralis auf

Iveco hat in Ulm den neuen „Stralis NP 460“ vorgestellt. Der Erdgas-Lkw hat mehr Power und fährt effizienter als das Vorgängermodell.

Die Motorleistung des „Stralis NP 460“ hat Iveco von 400 PS auf 460 PS hochgedreht. Möglich macht der „Iveco Cursor 13 NP“-Motor. Als „Mono-Kraftstoff-Lösung“ lässt sich die Maschine ausschließlich mit Erdgas betreiben. FPT Industrial hat sie speziell für den internationalen Fernverkehr entwickelt. Der Kraftstoffeffizienz bei Ferneinsätzen soll der verbesserte Verbrennungsprozess des 12,9-Liter-Hubraummotors zu Gute kommen. Die Erdgasinjektoren, das Kraftstoffrail, die Kolben und der wassergekühlte Turbo sind so konstruiert, dass sie eine möglichst hohe Leistung sowie ein möglichst hohes Drehmoment liefern. Der Motor ist auf eine längere Haltbarkeit getrimmt, was die Abstände der Wartungsintervalle vergrößert. Die Abgasnachbehandlung funktioniert mittels 3-Wege-Katlysator, ähnlich wie beim Pkw.

Betreiben lässt sich der Erdgasmotor wahlweise mit CNG alleine, mit einer Kombination von CNG und LNG sowie ausschließlich mit LNG. Als Version mit doppeltem LNG-Tank schafft er eine Rekordreichweite von bis zu 1.600 Kilometer. In diesem Fall bietet sich das Modell mit Hi-Way-Kabine für die Langstrecke an.

Ebenfalls neu im Stralis NP 460 ist das 12-Automatik-Gang-„Hi-Tronix“-Getriebe. Laut Iveco erreicht es einen Wirkungsgrad von 99,7 Prozent. Die Getriebespreizung gibt der Fahrzeugbauer mit 16,7 an. Die Schaltzeit reduziere sich um zehn Prozent gegenüber dem Vorgängermodell. Als Zusatzfunktionen sich das „Freischaukeln“, vier Rückwärtsgänge und ein neues Angebot an Nebenabtrieben integriert. Ein hydraulischer Retarder und eine Hill-Holder-Funktion (Berganfahrhilfe) sind standardmäßig enthalten.

„Letztes Jahr haben wir die Erdgas-Langstrecken-Revolution mit dem Stralis NP mit 400 PS begonnen. Vor dem Hintergrund des Erfolgs dieses bahnbrechenden Fahrzeugs lancieren wir heute eine komplette neue Reihe von monovalenten Erdgasfahrzeugen“, kommentierte Pierre Lahutte, Präsident der Marke Iveco, die Präsentation des neuen Fahrzeugs. „Der neue Stralis NP 460 PS liefert Leistung und Produktivität auf allen Langstreckeneinsätzen mit der Möglichkeit, mit Bio-LNG beinahe null Emissionen zu erreichen.“

Für den Gasmotor spreche, argumentiert Iveco, die Partikel-Reduzierung um 99 Prozent und die von NOx um 60 Prozent gegenüber den Euro-VI-Grenzwerten, die für Dieselmotoren gelten. Das helfe bei der Verbesserung der Luftqualität auf den Straßen und in urbanen Räumen. NOx–Grenzwertüberschreitungen sind der Grund für die Diskussionen über städtische Einfahrrestriktionen für Dieselfahrzeuge. Als Vorteil wertet der Hersteller auch den sehr leisen Betrieb (weniger als 71 dB gemäß Piek-Lärmzertifikat) des Stralis NP. Noch weiter lässt sich die Umweltbilanz des Fahrzeugs verbessern, wenn er mit komprimiertem oder verflüssigtem Biomethan fährt. Damit ließen sich die CO2-Emissionen um bis zu 95 Prozent senken, so Iveco. Biomethan kann lokal aus landwirtschaftlichen und gewerblichen Abfällen, Abwässern oder Abfällen aus der Lebensmittelindustrie gewonnen werden.

Der neue Stralis eignet sich, je nach der vom Kunden gewählten Tankgröße, für eine Reihe sehr unterschiedlicher Anwendungen. Der Hersteller empfiehlt seinen neuen LNG-Truck für Volumentransporte sowie Einsätze mit Wechselaufbauten im nationale und internationale Verkehr. Auch als ADR-Fahrzeug und für die Baulogistik sei das Fahrzeug konzipiert.

Dafür bietet Iveco den Lkw mit unterschiedlichen Tankkombinationen an: mit Kurz-, Lang-, rechts oder links montierten LNG- und CNG-Tanks – auch in Kombination. Auf Standard-Sattelschleppern sind LNG-Tanks in drei Größen verfügbar. Das Fahrzeug lässt individuell anzupassen, indem Platz auf dem Fahrgestell freigehalten wird, der für die Zubehörteile der Kunden benötigt wird. Bei kleinen Tanks bleibt ein Meter frei, wo sich Komponenten wie Kompressoren für Tankwagen montieren lassen, oder das Fahrzeug kann ohne linken Tank geordert werden, um Platz für größere Komponenten oder für gewichtssensible Missionen zu schaffen.


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