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Orten und EFA-S: Vollelektrischer 7,5-Tonner vorgestellt

Orten präsentiert gemeinsam mit dem Elektrofahrzeugspezialist EFA-S einen elektrisch angetriebenen Atego-Umbau mit 30 Prozent höherer Nutzlast im Vergleich zur Dieselvariante. Produzieren will der Hersteller in Kleinserie.

Nach dem elektrisch angetriebenen Kleinstlieferwagen Elci steigt Orten jetzt auch ins Verteilersegment ein und präsentiert gemeinsam mit Elektrofahrzeugspezialist EFA-S einen nur mit Strom betriebenen 7,5-Tonner-Umbau auf Basis des Vorgängermodells des aktuellen Mercedes Atego. Der Orten „MB E75“ verfügt über einen Elektro-Umbau von EFA-S und wird von einem 90-kW-Synchronmotor angetrieben. Die Energie bezieht der Motor aus 72,5 kW großen Lithium-Eisenphosphat-Batterien, die laut Hersteller besonders leistungsstark sein sollen und eine hohe Energiedichte liefern. Die Kapazität der Akkus soll für eine stadttaugliche Reichweite von 100 Kilometern genügen.

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 80 Stundenkilometer. Das maximale Drehmoment von 1150 Newtonmetern liegt, wie bei E-Fahrzeugen üblich, aus dem Stand an und soll dem Elektro-Verteiler zu flotten Fahrleistungen verhelfen. Aufgeladen wird der 7,5-Tonnen-Lkw über eine 400-Volt- respektive 22kW-Schnellladevorrichtung mit Typ-2-Anschluss Mennekes Amtron an einer Wallbox. Durch die hohe Spannung soll das Aufladen der leeren Batterie in vier Stunden erledigt sein, auch Zwischenladen ist möglich. Unterwegs speist das Fahrzeug zudem per Rekuperationsfunktion Bremsenergie zurück in die Akkus. Zusätzlich sorgt im Winter eine effiziente separate Fahrerhaus-Heizung für angenehme Temperaturen und Schonung der Akkus. Ein Batteriemanagementsystem mit separatem TFT-Display informiert über Ladestand- und fortschritt. Beim Lenken unterstützt eine elektrische Antriebshydraulik-Servopumpe, beim Bremsen hilft ein ebenfalls elektrisch betriebener Hochdruck-Kompressor.

Mit 6,1 Meter langem Leichtbaukoffer aus Orten-eigener Produktion in Sandwich-Wabenbauweise und auf einem Alu-Unterbau soll der Elektro-Atego zudem 30 Prozent mehr Nutzlast bieten als die konventionelle Dieselvariante. Inklusive Aufbau und Palfinger-1-Tonnen-Ladebordwand nennt der Hersteller 2300 Kilogramm verbleibende Tragfähigkeit, ohne Aufbau wiegt das Fahrgestell 3580 Kilo.

Wie angekündigt will Orten auch einen europaweiten Service für umgerüstete Elektro-Lkw aufbauen. Auch dabei arbeitet man mit Elektro-Fahrzeuge Schwaben (EFA-S) zusammen.


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