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Der Lkw-Maßanzugsschneider

TRANSPORT Nr. 17 vom 23. September 2011
von Torsten Buchholz (tbu)
HS-Schoch GmbH
Firmengeschichte 1991 wurde in Lauchheim die HS-Schoch GmbH gegründet. Der Spezialist für Lkw-Zubehör hat sich in den folgenden 20 Jahren zusätzlich auch als Fahrzeugveredler und im Truck Trial einen Namen gemacht.

Die Ursprünge der Firmengruppe Schoch gehen auf das Jahr 1986 zurück. Damals hat Firmengründer und Inhaber Hermann Schoch sich auf die Produktion und Reparatur von Löffeln und Greifern für Erdbaugeräte sowie auf den Service für Baumaschinen spezialisiert. Der Firmensitz lag im baden-württembergischen Lauchheim. Als Büro diente ein Baucontainer. Zudem stand auf dem Firmengelände eine Blechhalle, in der man die Baumaschinen reparierte und wartete.

1991: Schlafkabine aus den Anfängen der HS-Schoch GmbH | Foto: HS-SchochNeben dem Baumaschinenbereich beschäftigte sich Schoch von Anfang an auch mit dem Thema Lkw-Zubehör. „Aus Platzgründen, aber auch um die zwei Geschäftsfelder deutlich voneinander zu trennen, wurde dann 1991 für den Bereich Lkw-Zubehör die HS-Schoch GmbH gegründet“, erinnert sich Hermann Schoch. Sitz der neuen Firma ist die Anton-Grimmer-Straße 2 in Lauchheim. Im selben Jahr werden dort neue Verwaltungs-, Produktions- und Lagerräume errichtet. Das Lieferprogramm umfasst Dachspoiler, Dachschlafkabinen, Hochdächer, Sonnenblenden und Werkzeugkästen. Auch die Montage der Teile erfolgt in Lauchheim.

1993 kam dann die gesetzliche Vorschrift, dass Lkw mit seitlichem Anfahrschutz ausgerüstet werden müssen. Schoch reagiert schnell, nimmt entsprechende Produkte ins Programm und mietet eine Halle im Mittelhofer Weg in Lauchheim an. Zu dieser Zeit beginnt sich die HS-Schoch GmbH als „Maßanzugschneider“ für Lkw der verschiedensten Hersteller zu etablieren. Und das Unternehmen expandiert. 1994 wird der Bau eines neuen Verwaltungs- und Betriebsgebäudes Am Mühlweg 2 in Lauchheim begonnen. Im Jahr darauf erfolgt die Einweihung des Betriebes.

„Ich habe bei den Produkten aus unserem Hause versucht, das Nützliche mit dem Schönen beim Lkw-Zubehör zu verbinden“, erklärt Hermann Schoch. Bekannt ist das wertige Lkw-Edelstahlzubehör aus dem Hause HS-Schoch. Aerodynamik und Kraftstoffeinsparung spielen eine weitere wichtigere Rolle bei den Entwicklungen von Schoch: „Wir haben beispielsweise Mitte der 90er Jahre begonnen, Vollverkleidungen für den Lkw anzubieten.“

Im Jahr 1997 ist in Lauchheim eine ganze Reihe von Großaufträgen zu bestaunen. Unter anderem handelt es sich um 40 MAN aus Wien, 142 goldene Ivecos, 150 rote Ivecos und 52 rote MAN. Die Fahrzeuge stehen auf Schoch-Gelände zur Montage von Seitenverkleidungen, Arbeitsplattformen und Aeropaketen. „Manch einer dachte damals, dass es sich hier um eine Iveco- oder MAN-Niederlassung handelt“, sagt Hermann Schoch.

Aber gehen wir noch einmal ein Jahr zurück. 1996 hat Schoch mit der Produktion von Palettenstaukästen begonnen, von denen in diesem Jahr bereits der 100.000. Kasten ausgeliefert. wurde. Heute werden vom Palettenkasten „PK2000“ jährlich 10.000 Stück gefertigt. „Damals konnten wir ein eigenes Produkt auf den Markt bringen, das auch wirklich gebraucht wurde und immer noch gebraucht wird“, erläutert Hermann Schoch. Die geeignete Produktionsstätte war vorhanden. Denn der Unternehmer hatte bereits 1992 einen Fabrikationsstandort für Lüftungskanäle in Cobbelsdorf in der Nähe der Lutherstadt Wittenberg gekauft. Die dort vorhandenen Maschinen eigneten sich nicht nur für die Fertigung von Komponenten für Lüftungsanlagen, sondern eben auch für Palettenstaukästen. Mittlerweile werden dort auch Werkzeugkästen, Sonderkästen, Rungen- und Jolodapallettenrollerkästen hergestellt.

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HS-Schoch GmbH - Artikel aus TRANSPORT Nr. 17 / 23.September 2011673.37 KB
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