28.09.2009
MAN: Einbruch im ersten Halbjahr
Im Geschäftsbereich Lkw lag der Auftragseingang bei MAN Nutzfahrzeuge mit 2,1 Milliarden Euro im 1. Halbjahr 2009 um 62 Prozent unter dem Vorjahresniveau (5,6 Milliarden Euro).
Der Lkw-Absatz fiel mit 21.296 Einheiten um 57 Prozent geringer aus als im Vorjahreszeitraum (50.070 Lkw). Ein Vergleich der ersten beiden Quartale des laufenden Jahres zeigt eine weitgehende Stabilisierung des Lkw-Absatzes auf niedrigem Niveau (Q1: 10.921; Q2: 10.375 Einheiten).
Auch der Umsatz-Einbruch von MAN Nutzfahrzeuge im 1. Halbjahr 2009 um 39 Prozent auf 3,26 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist im Wesentlichen auf den Geschäftsbereich Lkw zurückzuführen. Zum operativen Ergebnis in Höhe von minus 17 Millionen Euro trug der Geschäftsbereich Lkw mit einem Ergebnis von minus 13 Millionen Euro bei.
MAN Nutzfahrzeuge hat bereits im Herbst 2008 ein umfassendes Kostensenkungsprogramm aufgesetzt und sein Produktionsprogramm der gesunkenen Lkw-Nachfrage angepasst. Die Zahl der Mitarbeiter sank von 36.251 am 31. Dezember 2008 auf 32.588 zum 30. Juni 2009. Seit Anfang dieses Jahres nutzt MAN Nutzfahrzeuge das Instrument der Kurzarbeit an den deutschen Lkw-Standorten.
Während die Gebrauchtwagen-Märkte einbrechen, kann MAN speziell in Deutschland aktuell eine deutlich wachsende Nachfrage nach Miet-Lkw verzeichnen. Das Angebot von MAN Rental steht aktuell in den Ländern Deutschland, Polen und Ungarn zur Verfügung. Schrittweise sollen weitere europäische Länder folgen.
Ungeachtet der aktuell schwierigen Marktsituation verfolgt MAN Nutzfahrzeuge weiter seine internationale Wachstumsstrategie in den so genannten BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China. Mittelfristig geht das Unternehmen in diesen Regionen von einem steigenden Transportbedarf aus. (akw)
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