24.03.2009
MAN: Lkw-Absatz erneut gesteigert
Trotz des starken Nachfragerückgangs in der zweiten Jahreshälfte hat der Lkw-Hersteller 2008 insgesamt 96.478 Lkw verkauft.
Der Geschäftsbereich Lkw erzielte, so MAN, mit 96.478 verkauften Fahrzeugen (2007: 93.260) einen Umsatz von knapp 9,1 Milliarden Euro. 2007 waren es mit 93.260 Fahrzeugen noch mehr als 3.000 Einheiten weniger gewesen. Getragen wurde der erneute Absatzrekord Unternehmensangaben zufolge insbesondere durch die 2007 neu eingeführten schweren Baureihen „TGS“ und „TGX. Vom TGS konnten 19.841 Einheiten, vom TGX 24.402 Einheiten abgesetzt werden. Beim Absatz der leichten und mittleren Lkw-Baureihen „TGL“ und „TGM“ war in 2008 ein leichter Nachfragerückgang zu verzeichnen.
Trotz der Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise konnte MAN Nutzfahrzeuge nach eigenen Informationen auf dem europäischen Lkw-Markt eine Absatzsteigerung um drei Prozent erreichen. Der Marktanteil bei Lkw über 6 Tonnen sei damit um 0,4 Prozentpunkte auf 16,6 Prozent gestiegen. Seit 1975 ist der Marktanteil von MAN um 9,6 Prozentpunkte von 7 auf nunmehr 16,6 Prozent gewachsen.
Neben dem Kernmarkt Europa konnte der Lkw-Hersteller seine Positionen in den Lkw-Märkten in Osteuropa, Russland/GUS sowie im Nahen Osten festigen oder sogar noch weiter ausbauen. Dank des internationalen Wachstums wurde im vergangenen Jahr eine Steigerung von 38 Prozent in den Märkten außerhalb Europas verzeichnet. Im Jahr 2005 seien es noch 26 Prozent gewesen.
Die derzeit schwierige wirtschaftliche Situation hatte bereits im vierten Quartal des abgelaufenen Jahres für einen erheblichen Nachfragerückgang von Nutzfahrzeugen geführt. Der Auftragseingang reduzierte sich 2008 gegenüber dem Vorjahr um 41 Prozent auf 75.497 Fahrzeuge und erreichte einen Wert von etwa 9,1 Milliarden Euro. MAN habe bereits zum Ende des abgelaufenen Jahres die Lkw-Produktion an die veränderte Konjunktursituation angepasst. An den Produktionsstandorten in Deutschland und Österreich werden Gleitzeit und Kurzarbeit genutzt, um wenigstens die Stammbelegschaft halten zu können. Die Zahl der Leiharbeitnehmer wurde deutlich reduziert.
Mit 528 Millionen Euro lagen die Investitionen 2008 um 48 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die größte Investition in Beteiligungen war die Aufstockung der Anteile an dem indischen Unternehmen MAN Force Trucks auf 50 Prozent durch Anteilserwerb und Kapitalerhöhung. Im Produktionsbereich wurden im Werk Nürnberg 64 Millionen Euro vor allem in Bearbeitungszentren für spezielle Motorenteile investiert.
Weiterhin will MAN das weltweite Servicenetz weiter ausbauen, insbesondere auch in den osteuropäischen Wachstumsmärkten. Im vergangenen Jahr wurden rund 100 Millionen Euro in den Neubau und die Modernisierung von Service-Niederlassungen investiert. In diesem Jahr wird der Hersteller weitere 30 Servicebetriebe neu bauen. (swe)
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