09.03.2010
Rail Cargo Hungaria: Ungarische Güterbahn mit neuem Namen
Die Rail Cargo Austria-Tochter MÁV Cargo wird künftig unter dem Namen Rail Cargo Hungaria auftreten.
Das ehemalige Güterverkehrsunternehmen der staatlichen MÁV wurde 2008 privatisiert. Rail Cargo Austria bekam damals als Höchstbieter den Zuschlag. „Die Änderungen und Modernisierungen seit der Privatisierung führten unser Unternehmen in eine neue Epoche seiner Geschichte. Die Qualität unserer Dienstleistungen wurde stark verbessert, während gleichzeitig Betriebskosten erheblich reduziert wurden. Wir setzten uns neue Ziele und formulierten eine neue Mission. Struktur und Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens unterscheiden sich heute wesentlich vom Stand vor der Privatisierung. Diese positive Entwicklung nach dem Neustart unter Rail Cargo Austria unterstreichen wir nun mit der Namens- und Markenänderung”, betonte Imre Kovács, Generaldirektor der Rail Cargo Hungaria Zrt.
Friedrich Macher, Sprecher des Vorstandes Rail Cargo Austria, erklärte, dass der Konzern gemeinsam mit der ungarischen Tochtergesellschaft zum führenden Güterverkehrsunternehmen auf dem südosteuropäischen Markt wurde. Rail Cargo Austria sei mengenmäßig die Nummer 2 im europäischen Schienengüterverkehr.
„Rail Cargo Hungaria wird eine wesentliche Rolle im kombinierten Verkehr in den Ländern Südosteuropas ausüben. Dies bedeutet eine weitere Stärkung des RCA-Konzerns am Donaukorridor. Unsere Züge fahren heute von Mailand und der Adria über Wien und Budapest bis an das Schwarze Meer und die türkische Grenze”, erklärte Macher.
Die Rail Cargo Austria fördert die Entwicklung ihrer Tochter gemäß den Verpflichtungen im Privatisierungsvertrag mit jährlich 8,7 Milliarden Forint. In diesem Rahmen kamen 2009 11 Taurus-Lokomotiven nach Ungarn. Das Unternehmen begann den Ausbau der SAP-Datenverwaltung und beteiligte sich an der Errichtung des Terminals Rail Port Arad, der zur Markterweiterung in Rumänien als Sprungbrett dienen soll
Das Unternehmen wirbt seit Herbst vorigen Jahres Lokführer an. So fuhr sein erster vollständig eigener Zug (mit eigener Lokomotive und eigenem Lokführer) im Januar 2010. Im Laufe des Jahres wird die Zahl der Lokführer 100 übersteigen und die Lokflotte wird auf 29 moderne Loks erweitert. (swe)
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