23.11.2009
Seegüterumschlag: ZDS rechnet 2010 wieder mit Anstieg
Der Umschlag in den deutschen Seehäfen wird in diesem Jahr voraussichtlich um etwa 16 Prozent auf 265 Millionen Tonnen zurückgehen. Im nächsten Jahr ist allerdings wieder mit einem leichten Wachstum von drei Prozent auf 273 Millionen Tonnen zu rechnen.
Darauf wies der Präsident des Zentralverbandes der deutschen Seehafenbetriebe e. V. (ZDS), Detthold Aden, auf einer Pressekonferenz des ZDS anlässlich der diesjährigen Mitgliederversammlung des Verbandes Mitte November in Hamburg hin.
Die Talsohle beim deutschen Seegüterumschlag sei inzwischen durchschritten. Im zweiten Quartal 2009 zog der Gesamtumschlag der deutschen Seehäfen gegenüber dem ersten Quartal wieder leicht an. Mittel- und langfristig werde der Umschlag in den deutschen Seehäfen weiter wachsen. Die Voraussetzungen für die weitere Zunahme des Seeverkehrs haben sich nicht geändert. Die Globalisierung mit ihrer weltweiten Arbeitsteilung wird sich fortsetzen. Auch weiterhin werden gut 95 Prozent des interkontinentalen Handels über See befördert.
Der ZDS hat es begrüßt, dass die neue Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben hat, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Seehäfen durch die zügige Optimierung der seewärtigen Zufahrten und durch den gezielten Ausbau der Hinterlandanbindungen sicherzustellen. Mit der so genannten Ahrensburger Liste der norddeutschen Küstenländer liegen 19 prioritäre Projekte zum Ausbau der Seehafenanbindungen vor. Der ZDS erwartet, dass diese Projekte mit gemeinsamer Unterstützung der Küstenländer zügig umgesetzt werden. (swe)
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