20.07.2009
Rotterdam: Talsohle erreicht
Im ersten Halbjahr hat Europas größter Seehafen 13,4 Prozent weniger umgeschlagen. Für die zweite Jahreshälfte wird mit einer Stabilisierung gerechnet.
In der ersten Hälfte des Jahres wurden im Rotterdamer Hafen 185 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen; das sind 13,4 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das ergibt aus den aktuell von der Hafengesellschaft Rotterdam vorgelegten Zahlen für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres. Danach verzeichnete die Ausfuhr einen Rückgang um 4,6 Prozent auf 54 Millionen Tonnen, die Einfuhr ging um 16,6 Prozent auf 131 Millionen Tonnen zurück.
Der Umschlag von Massengut sank nach Mitteilung des Hafenbetreibers um 12,4 Prozent auf 128 Millionen Tonnen. Das Stückgut habe 15,5 Prozent niedriger gelegen (57 Millionen Tonnen). Lediglich der Umschlag von Mineralölerzeugnissen habe sich mit einem Anstieg um 17 Prozent von 30 auf gut 35 Millionen Tonnen positiv entwickeln können. Alle anderen Güterarten seien tief im Minus. Mengenmäßig habe der Containerumschlag einen Rückgang um 15 Prozent auf 4,6 Millionen TEU (20-Fuß-Einheiten) verzeichnet.
„Die Talsohle scheint jetzt erreicht zu sein“, so Hans Smits, Generaldirektor der Hafengesellschaft Rotterdam. In der zweiten Jahreshälfte erwartet der Hafenchef eine Stabilisierung des Umschlags, womit der Rückgang auf Jahresbasis bei zirka zwölf Prozent liegen würde. (tbu)
« zurück
Mehr zu Rotterdam:
Mehr zu Talsohle:
Mehr zu Europas:
Mehr zu Seehafen:
Mehr zu Jahreshälfte: