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Abgasemissionen: ADAC hat Modelle vom Kleinwagen bis zum Kleinbus getestet

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Der ADAC-EcoTest wertet Modelle vom Kleinwagen bis zum Kleinbus in einer Liste. Der „Citroën Spacetourer“ als bisher einziges Nutzfahrzeug kommt schlecht weg. Elektro und Erdgas sind im Ranking vorn Das war so nicht zu erwarten: Der „Citroën Spacetourer“ schwächelt im ADAC-EcoTest. Der Automobilverband attestiert dem Van zwar einen der Tonnage angemessenen Verbrauch, jedoch auch erhöhte Stickoxidwerte im Realbetrieb. In der jüngsten Auflage seines EcoTest hat der ADAC weitere Modelle auf Emissionen an CO2 sowie Stickoxid (NOX), Feinstaub und Kohlenwasserstoffe (HC) getestet. Von den mittlerweile 77 nach den strengeren Regularien gelisteten Fahrzeugen gibt es zwar diverse antriebstechnische Querverweise ins Segment der leichten Nutzfahrzeuge. Allerdings ist nur eines davon auch als Nutzfahrzeugvariante auf dem Markt: Der Citroën Spacetourer, der als 150-PS-Diesel-Euro-6-Version im Test war und baugleich mit dem „Citroën Jumpy“ ist.

Für einen Neunsitzer gut

Der ADAC befand nicht nur den im Vergleich zu den Werksangaben erhöhten Verbrauch von 6,9 statt 5,3 l/100 km für mäßig, sondern vor allem den Ausstoß sonstiger Schadstoffe wie Stickoxid und Feinstaub. Daher bekam der erst im vergangenen Jahr vorgestellte Transporter, wiederum baugleich mit dem „Peugeot Expert“ und dem „Toyota Proace“, im Ranking des Automobilverbandes nur einen von fünf Sternen und belegt den fünftletzten Platz. Allerdings werden im Ranking Fahrzeuge vom Kleinwagen bis zum Minibus zusammen gelistet. Der PSA-Konzern selbst, der wirbt, als erster und einziger Hersteller freiwillig und unabhängig geprüfte Realverbrauchswerte zu veröffentlichen, gab mit 7,5 l/100 km sogar einen höheren Wert als der ADAC an.

Die nach dem strengeren neuen Schema des ADAC-Tests erzielten Verbrauchswerte des Spacetourer liegen für sich betrachtet auf dem Niveau des nach altem EcoTest-Schema bewerteten „Volkswagen T6 2,0 TDI“ (102 PS, 6,9 l/100 km), der zum „Vito“ baugleichen „Mercedes- Benz V-Klasse“ (190 PS, 7,0 l/100 km) und des „Renault Trafic 140 DCI“ (145 PS, 7,2 l/100 km). Sie liegen damit branchenüblich und im Verhältnis zur Tonnage und Beförderungskapazität angemessen.

Ein Citroën-Sprecher kritisierte denn auch, dass der ADACEcoTest nicht nach Beförderungskapazität und Gesamtgewicht urteile, sondern Kleinwagen im gleichen Ranking wie Neunsitzer-Kleinbusse wie den Spacetourer aufführe. Die erhöhten Stickoxidwerte führte der Hersteller auf die Messmethodik im ADAC-EcoTest zurück, die sich von den eigenen Messungen unterscheide. Beim Stickoxidausstoß liegen Modelle wie der Van „Ford Galaxy“ übrigens noch weit schlechter. Als schwierig empfand der Hersteller auch, dass eine schlechte Wertung im NOX-Bereich die komplette Schadstoffbewertung der anderen Emissionsarten wie HC und Partikel deckle.

Nicht Stand der Technik

Nach Ansicht des ADAC entsprechen die eingesetzten Abgassysteme der meisten Benziner- und Dieselmodelle nicht dem Stand des technisch Machbaren. „Viele Autofahrer sind wegen der Abgasmanipulationen und drohender Fahrverbote stark verunsichert. Wir bieten mit einem verschärften ADAC EcoTest Orientierung, wenn es um die tatsächlichen Schadstoffemissionen und realitätsnahe Verbrauchsangaben geht“, erläuterte Thomas Burkhardt, Vizepräsident für Technik beim ADAC.



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