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Fallbeispiel - So lässt sich der Betriebsgewinn steigern


Dieser Artikel stellt ein Transportunternehmen mit 18 Mitarbeitern vor, das mittels Motivationsanreizen seinen Fahrern zu mehr Disziplin verhalf und damit die Geldbeutel von Unternehmen und Fahrern füllte.

Es handelt sich um ein Transportunternehmen, das für eine begrenzte Anzahl von Großkunden die Belieferung von Baustellen in einer bestimmten Region, die einem erweiterten Nahverkehr entspricht, durchführt. Die Transporte wurden mit elf Fahrzeugen teilweise in zwei Schichten bewerkstelligt. Das Unternehmen hat einen Umsatz von circa 1,5 Millionen Euro und beschäftigt 18 Mitarbeiter. Das Betriebsergebnis wurde immer wieder durch Reparaturkosten an den Fahrzeugen geschmälert. Diese Situation veranlasste den Unternehmer, das Beratungshaus elpa consulting zu beauftragen.

Neben den allgemeinen Beratungsthemen wie Unternehmensführung, Marketing, Vertrieb, Fahrzeugkostenberechnung und Controlling war ein Schwerpunktthema die Personalführung und die Motivation der Mitarbeiter mittels einer Prämie für die Fahrer. Klarzustellen ist an dieser Stelle, dass eine Prämie zwar eine gute Mitarbeiterführung unterstützt, sie aber nicht ersetzen kann.

Der Gesetzgeber hat die Möglichkeiten für eine leistungsbezogene Vergütung für Fahrer stark eingeschränkt. Aus Sicherheitsgründen dürfen an Lkw-Fahrer keine Prämien gezahlt werden, die direkt auf die Erhöhung der Transportleistung abzielen. Aus diesem Grund ist eine rein leistungsbezogene Bezahlung von angestellten Fahrern nicht möglich. Im qualitativen Bereich hat der Unternehmer aber durchaus die Möglichkeit, den Fahrern bei besonderen Leistungen eine Prämie zu zahlen.

Sorgsamer Umgang

Die Reparaturen von Rückspiegeln, Rückleuchten und ähnlichen Dingen stellen für das Unternehmen in der Regel eine durch den Fahrer beeinflussbare, nennenswerte Kostengröße dar. Wenn der Fahrer durch sorgsamen Umgang mit dem Fahrzeug zur Reduzierung der Reparaturkosten für solche Schäden beiträgt, führt dies zur Verbesserung des Ertrages, an dem man ihn teilhaben lassen kann. Im aktuellen Fall ergaben sich weitere mögliche Kriterien. Die Hauptkunden hatten mit dem Unternehmer vereinbart, dass sie die Rechnungen bei Nichteinhaltung bestimmter Anforderungen, die die Kunden schriftlich fixiert hatten, um einen jeweils festgelegten Betrag kürzen können und machten von dieser Möglichkeit auch intensiv Gebrauch.

Wenn wie im vorliegenden Fall die Anzahl der Be- und Entladestellen im täglichen Geschäft verhältnismäßig hoch ist und vor allem Baustellen nicht unbedingt die Lkw-freundlichsten Entladestellen sind, riskieren die Fahrer immer wieder, Rückspiegel, Rücklicht oder Unterfahrschutz zu beschädigen. Diese Kleinschäden sind in der Regel durch eine gesteigerte Aufmerksamkeit und ein der Situation angepasstes Fahren vermeidbar. Dies war also der erste Ansatz, um eine Prämie für die Fahrer zu entwickeln. Eine Prämie, die auf eine Reduzierung der Kosten abzielt, macht natürlich nur dann Sinn, wenn die Maximalhöhe der ausgezahlten Prämie plus Verwaltungskosten die maximal mögliche Höhe der Einsparungen nicht überschreitet.



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