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Interview mit Jürgen Spier, Geschäftsführer Spier Fahrzeugwerk



Dieser Artikel stammt aus der IAA Messezeitung IAA aktuell 2016.


Spier hat ein „zukunftsweisendes Zustellfahrzeug“ vorgestellt, auf Mercedes-Sprinter-Basis für UPS entwickelt. Herr Spier, warum weist es in die Zukunft?
Jürgen Spier: Es ist ein Fahrzeugkonzept, das konsequent auf die hohen Transportbedürfnisse des Kunden abgestimmt ist. Mit vielen Details, die den Unterschied in Ergonomie, Funktion, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit machen. Um den steigenden Herausforderungen im täglichen Warentransport gerecht zu werden, werden aus unserer Überzeugung maßgeschneiderte Lösungen in der Zukunft verstärkt ihren Nutzen zeigen.

Sehen und spüren Sie durch den E-Commerce verstärkten Bedarf an solchen Lösungen?
Das Sendungsvolumen der Kurier-, Express- und Paketdienste ist in den vergangenen Jahren dank des zunehmenden Onlinehandels signifikant gewachsen. Auch werden durch Retouren, engere Zeitfenster für die Zustellung und Abholung sowie dem Kostendruck neue Herausforderungen an unsere Kunden gestellt. Da wird es zunehmend wichtiger, auf die individuellen Transportanforderungen optimal zugeschnittene Fahrzeuge einzusetzen.

Inwieweit wirkt sich der verschärfte Mangel an Lkw-Führerscheinbesitzern auf Ihr Portfolio aus? Mit dem Leichtbaukoffer Athlet haben Sie hier ja ein innovatives Angebot.
Unser Produktportfolio deckt alle Tonnageklassen ab 3,5 t ab. Wir nehmen ein starkes Wachstum unserer Aus- und Aufbauten im Bereich der 3,5 t-Klasse wahr. Hier sind wir mit unseren Fahrzeugkonzepten, z. B. Kofferaufbauten in Leichtbauweise, gut und vielfältig aufgestellt.

Thema Leichtbau: Wann ist das Ende der Fahnenstange erreicht mit Blick auf Robustheit?
Der Trend wird weiter zum Leichtbau mit resultierender Nutzlastoptimierung gehen. Ein Ende der Fahnenstange sehe ich nicht. Ständig werden neue Materialien und Technologien entwickelt, die neue Konstruktionen ermöglichen. Wichtig ist es, im Auge zu behalten, welche Preise für welche Nutzlasten bezahlt werden. Hier entscheiden Kunden natürlich individuell und unterschiedlich.

Stichwort Effizienz: Für weitere CO2-Reduktionen führt für viele Fachleute kein Weg an einem integrierten Ansatz über das Gesamtfahrzeug vorbei. Welchen Beitrag kann ein Hersteller wie Spier hier leisten?

Seit Jahrzehnten beschäftigen wir uns im Fahrzeugwerk mit der CO2-Reduktion. Begonnen hat dies bereits in den 70er Jahren mit dem Spier-TOP-Spoiler für LKW-Fahrerhäuser. Unsere Kofferaufbauten haben spezielle abgerundete Aufbauprofile, die den Luftwiderstand reduzieren und folgerichtig auch den CO2-Ausstoß. Mehrfach haben wir unsere Produkte im Windkanal getestet.
Im Sinne weiterer Verbesserungen der Aerodynamik und des Eigengewichtes werden eine enge Zusammenarbeit zwischen den Fahrzeug- und Aufbauherstellern und die optimale Abstimmung von Basis-Fahrzeug und Aufbau zusätzliche Fortschritte erzielen.


Quelle: IAA aktuell 2016

 



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