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Umweltbundesamt: Klimaneutraler Gütertransport bis 2050

Bis zum Jahr 2050 will das Umweltbundesamt den gesamten Gütertransport CO2-neutral gestalten. Konkrete Vorschläge dafür hat das Amt schon parat.

Um seine Klimaziele zu erreichen, muss Deutschland seinen Verkehr bis spätestens 2050 treibhausgasneutral gestalten – dies gilt zuvorderst für den stark wachsenden Güterverkehr. Zwei Studien des Umweltbundesamtes (UBA) zeigen wie das geht: Den Güterverkehr konsequent auf die Schiene verlagern und eine Energiewende hin zu postfossilen Antrieben und Kraftstoffen forcieren.

Prognosen des Bundesverkehrsministeriums zeigen, dass die Güterverkehrsleistung bis 2030 um 38 Prozent steigt gegenüber 2010, wenn das Wachstum so weiter geht wie bisher. „Dass dieses Wachstum nicht ohne Konsequenzen für die Umwelt bleiben wird, ist offensichtlich“, ist UBA-Präsidentin Maria Krautzberger überzeugt. Der Schienengüterverkehr sei daher ein unverzichtbarer Baustein für mehr Klimaschutz im Güterverkehr.

Die Studie „Klimaschutzbeitrag des Verkehrs bis 2050“ zeigt, dass sich, die richtigen Rahmenbedingungen vorausgesetzt, der Anteil des Schienengüterverkehrs bis 2050 im Vergleich zu heute auf mehr als das Zweieinhalbfache steigern lässt. Dennoch verblieben 60 Prozent der Güterverkehrsleistung auf der Straße. Um auf null Treibhausgasemissionen zu kommen, bleibt also nur, die fossilen Kraftstoffe aus den Tanks von Lkw zu verbannen.

Wie sich der Schienengüterverkehr bis 2030 stärken lässt, zeigt die Studie „Finanzierung einer nachhaltigen Güterverkehrsinfrastruktur“. Darin heißt es, die Nutzerfinanzierung müsse ausgebaut werden. Die Lkw-Maut sei auf das gesamte Straßennetz und alle Lkw-Klassen auszuweiten, externe Kosten wie Treibhausgase und Lärm mit einzubeziehen. Es gelte auch die Trassenpreise der Bahn entsprechend der jeweiligen Lärmbelastung zu differenzieren. Die Studie empfiehlt zudem, die Infrastruktur für Schiene und kombinierten Verkehr schneller auszubauen. „Der vorliegende Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes (BVWP) setzt daher ein völlig falsches Signal, weil er den Straßenverkehr für die nächsten 15 Jahre bevorzugt“, moniert Krautzberger. „Das Umweltbundesamt empfiehlt, deutlich mehr als die derzeit vorgesehenen 42 Prozent der BVWP-Finanzmittel in die Schiene zu investieren.“

Mit ambitionierten Maßnahmen ließe sich der Anteil des Güterverkehrs auf der Schiene bis 2030 von 18 Prozent auf 23 Prozent steigern, so die Studie. Auf den CO2-Ausstoß hätte das auf jeden Fall positive Auswirkungen. Zusammen entsprechenden CO2-Grenzwerten für neue Lkw sänken die Emissionen bis zum Jahr 2030 um bis zu 17 Prozent gegenüber 2010.

Bis 2050 ließe sich der CO2-Ausstoß im Verkehr sogar auf null senken. Das zeigt die Studie „Klimaschutzbeitrag des Verkehrs bis 2050“. Laut Krautzberger wäre dafür allerdings eine völlige Abkehr von fossilen Kraftstoffen notwendig – und zwar bei allen Verkehrsträgern. Wo möglich, sollten die Fahrzeuge mit Elektromotoren und Strom aus erneuerbaren Energien fahren. Bei Verkehrsträgern bei denen dies nicht möglich ist, wie bei Flugzeuge oder Seeschiffe, wäre dankbar auf Kraftstoffe 
zu setzen, die aus regenerativem Strom stammen. Beispiele dafür sind Power-to-Liquid 
(PtL) oder Power-to-Gas (PtG).

Die Studie untersuchte daher den Einsatz von PtL in Diesel-Lkw sowie Oberleitungs-Hybrid-Lkw. Das Ergebnis: Beide Optionen ermöglichen im Jahr 2050 null Emissionen im Güterverkehr. Die Lösung mit Oberleitungs-Hybrid-Lkw benötigt dabei deutlich weniger erneuerbaren Strom. Insgesamt ist es kostengünstiger, so die Autoren der Studie, wenn durch vorherige Verlagerung auf die Schiene bereits deutlich weniger Energie im Verkehrsbereich benötigt wird. Verkehrswende und Energiewende im Verkehr müssen daher Hand-in-Hand gehen, denn Klimaschutzziele Deutschlands seien nur mit treibhausgasneutralem Verkehr zu erreichen.







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