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Elektro-Lkw: LBS sieht Politik am Zug

In dem Bemühen, die Elektromobilität zu fördern sieht sich der LBS - Landesverband Bayerischer Spediteure an der Seite von Bund, Land und Kommunen. Der Verband mahnt allerdings bessere Rahmenbedingungen insbesondere im Nutzfahrzeugbereich an.

Gerade hat die bayerische Staatsregierung einen Maßnahmenkatalog zur Förderung von Elektromobilität vorgestellt. Ziel ist es, die Zahl der zugelassenen Elektrofahrzeuge zu steigern. Auch die bayerischen Speditions- und Logistikunternehmen wollen mehr E-Fahrzeugen auf die Straße bringen. Allerdings scheitern sie gerade in dem Segment der Lkw über 3,5 Tonnen an den Fahrzeugen.

Derzeit gebe es vereinzelte Fahrzeugmodelle von ganz wenigen Herstellern, die in Pilotverfahren gerade erst getestet würden. Für die vielfältigen Anforderungen in der Speditions- und Logistikbranche sei das aber nicht ausreichend, so der Verband. Einzelne LBS-Mitgliedsunternehmen träten derzeit in Vorleistung und planten in Kooperation mit singulären Fahrzeugherstellern eigene Elektro-Lkw zu entwickeln. Allerdings sei derzeit nur ein enger Einsatzbereich denkbar. Die Fahrzeuge könnten im Verteilerverkehr in der Innenstadt eingesetzt werden oder im Pendelverkehr.

Für einen verlässlichen Einsatz fordert der LBT außerdem das Netz öffentlicher Ladestationen zu erweitern und flächendeckend auszubauen. Der Verband versteht auch nicht, warum die im Elektromobilitätsgesetz beschriebenen Bevorrechtigungen nicht auch für größere Nutzfahrzeuge gelten. Die Fahrzeugklassen N2 (mehr als 3,5t zGG) und N3 (mehr als 12t zGG) profitieren nicht von den Vorteilen des Gesetzes. Hier müsse der Gesetzgeber dringend nachbessern, fordert der LBS. Steuerliche Erleichterungen, wie Sonderabschreibungsmöglichkeiten sind unumgänglich, um die hohen Anschaffungskosten der wenigen Elektro-Lkw abzufedern. Der LBS unterstützt daher den Gesetzentwurf des Bundesrates dazu, will ihn allerdings dahingehend ändern, dass Steuererleichterungen auch für größere Nutzfahrzeuge gelten.

„Auch wenn die Bestrebungen zur Verkehrsverlagerung bestmöglich umgesetzt werden, wird in den kommenden Jahren der Straßengüterverkehr weiter zunehmen. Mit Blick auf den Klimawandel ist es von größter Bedeutung, dass alternative Antriebstechnologien gefördert werden und so zumindest im Verteilerverkehr mittelfristig eine wettbewerbsfähige Alternative für herkömmliche Lkw darstellen“, sagt Geschäftsführerin Edina Brenner. „Jedoch kann dies nur gelingen, wenn die richtigen Voraussetzungen seitens des Gesetzgebers geschaffen werden“.



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