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Aktuelles Urteil: Weihnachtsgeld wegen Fehlzeiten gekürzt

Laut einem aktuellen Urteil darf ein Arbeitgeber das Weihnachtsgeld eines Mitarbeiters aufgrund von Fehlzeiten wegen einer längerfristigen Erkrankung kürzen oder auch ganz streichen.

Eine Frau hatte sich vor Gericht dagegen gewandt, dass sie im Gegensatz zu den vergangenen Jahren für das aktuelle Jahr kein Weihnachtsgeld in Höhe eines Bruttomonatsgehalts bekommen sollte. Der Arbeitgeber hatte die Zahlung mit dem Hinweis verweigert, die Klägerin sei sechs Monate krank gewesen. Letztendlich bekam der Arbeitgeber vor Gericht recht.

Nach Auffassung der Richter durfte der Arbeitgeber die Höhe der Auszahlung davon abhängig machen, wie lange die Frau tatsächlich gearbeitet hat. Da die Klägerin ein halbes Jahr gefehlt habe, sei rechtlich nichts dagegen einzuwenden, dass der Anspruch „aufgebraucht“ sei, so die Begründung des Gerichts.

Arag Experten weisen ferner darauf hin, dass nach Überzeugung der Mainzer Richter dies sogar dazu führen kann, dass der Anspruch auf die Gratifikation völlig entfällt (LAG Rheinland-Pfalz, Az. 6 Sa 723/09).


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