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Kommentar: Maß und Angemessenheit

Chefredakteur Torsten Buchholz über die erneut aufkommenden Diskussionen zum Thema Gigaliner.
Das neue Jahr beschert uns einmal wieder eine weitere Diskussion über das Thema Gigaliner, Eurocombi und Co. SPD-Politiker und Bahnlobbyisten fordern, einen von der Bundesregierung geplanten Feldversuch abzublasen. Das Ganze sei verkehrs- und umweltpolitisch sinnlos, weil es zu einer Verlagerung der Transporte von der Schiene auf die Straße führen würde. So das Argument der Sozialdemokraten. Auch die Allianz pro Schiene sieht kein Anhaltspunkt, dass Gigalinern den Lkw-Verkehr reduzieren könnten. Erfahrungen von Speditionen, die vor einigen Jahren in Niedersachen den Einsatz von großen Lkw-Kombinationen getestet hatten, kamen damals zu einem anderen und durchaus positiven Ergebnis. Die Kritiker wollen offenbar übersehen, dass es um einen ökonomisch wie ökologisch angemessenen Einsatz der Gigaliner gehen soll. Denn Sinn macht ein Groß-Lkw nur dann, wenn sein Mehrvolumen und sein Maximalgewicht auch regelmäßig benötigt werden. Und dieses Maß kennt jeder Spediteur, sonst hätte er seinen Beruf verfehlt. (tbu)

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