Kommentar: Nach vorne blicken
Transport-Chefredakteur Torsten Buchholz erklärt den Unterschied zwischen Hypochondern und Sehern.
Zwei Jahrzehnte hat die Transport-Redaktion am Joseph-Dollinger-Bogen im Norden Münchens das deutsche Transportgewerbe begleitet. Die Branche hat dabei kleine und große Krisen sowie Aufschwünge durchlebt. Wenn die Konjunktur ins Stocken gerät, wird weniger produziert, weniger konsumiert und natürlich auch weniger transportiert. Deshalb ist die Transportbranche ein direkter Indikator der konjunkturellen Großwetterlage. Die besten Prognosen enthalten aber immer ein gewisses Restrisiko. Selbst eine Regenwahrscheinlichkeit von weniger als zehn Prozent hält einen Pessimisten nicht davon ab, vorsorglich einen Regenschirm einzustecken. Derzeit gibt es zwar Anzeichen für eine leichte Abschwächung des Aufschwungs. Das ist jedoch kein Grund, bange zu werden. Denn man kann Krisen auch herbeireden, vor allem in Zeiten hypersensibler Finanzmärkte, in denen Hypochonder leicht mit Sehern verwechselt werden. Wir sollten vielmehr mit Optimismus nach vorne in ein hoffentlich erfolgreiches und spannendes Jahr 2012 blicken.
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