Russland: Gemeinsames Paket-Shop-Netzwerk von Hermes und DPD
Unter dem Markennamen „Hermes-DPD“ haben die beiden deutschen Logistikdienstleister in Russland ein Joint-Venture zum Aufbau eines Netzwerks von Paket-Shops in Russland gegründet.
Die international aufgestellten Logistikdienstleister DPD schließt sich im russischen B2C-Markt mit dem KEP-Dienstleister Hermes zusammen. Das gaben die beiden Unternehmen im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz in Moskau bekannt. Um russischen Endkunden ab sofort eine Alternative beim Empfang von Paketsendungen zu bieten, haben DPD und Hermes ein Joint-Venture gegründet.
Im Zentrum der Kooperation steht der Aufbau eines leistungsstarken Netzwerks von Paket-Shops in Russland unter dem Markenamen „Hermes-DPD“. Das gemeinsame Hermes-DPD Netzwerk umfasst aktuell 300 Paket-Shops in verschiedenen kooperierenden Einzelhandelsketten in den acht größten Städten Russlands, darunter Moskau, St. Petersburg, Jekaterinburg, Nowosibirsk und Nizhny Nowgorod. Die Annahmestellen befinden sich als „Shops-in-Shops“ in ausgewählten Discountern, Supermärkten und Geschäften des täglichen Bedarfs, die im Metropolgebiet besonders gut erreichbar sind.
Bis 2014 wollen die beiden deutschen Unternehmen das Netzwerk russlandweit auf 1.500 Shops in 44 Städten erweitern. Neben bequemen Zahlungsoptionen bei Abholung im Paket-Shop verspricht Hermes-DPD Versendern wie Empfängern eine schnelle und zuverlässige Lieferung. Der Kunde könne den nächst gelegenen Paket-Shop vorab online recherchieren und werde bei Eingang seiner Sendung auf Wunsch persönlich per SMS, E-Mail oder telefonisch informiert, erklären die Unternehmen. Für viele Kunden verkürze sich die Lieferzeit durch das gebotene Serviceportfolio um bis zu fünf Tage.
Nach Schätzung von Experten erzielte der Distanzhandel in Russland 2011 ein Marktvolumen von etwa 330 Milliarden Rubel (entspricht rund acht Milliarden Euro). Die jährlichen Wachstumsraten liegen bei über 30 Prozent. Größter Wachstumstreiber ist der anhaltende Boom im E-Commerce-Segment. Die dynamische Entwicklung im Einzelhandel sowie die zunehmende Nutzung des russischen Internets belegen das weiterhin große Potenzial für Distanzhandel und E-Commerce. Damit einher geht auch der steigende Bedarf an neuen und flexiblen Zustellservices.
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