Hafen Hamburg: MSC reorganisiert Fernost-Europa-Dienste
Die Reederei MSC hat die Liniendienste zwischen Asien und dem Mittelmeer beziehungsweise Nordeuropa umstrukturiert. Der Hamburger Hafen wird damit nun von zwei Fernostdiensten der zweitgrößten Containerreederei der Welt angelaufen.
Neben dem Liniendienst „Lion“, der Hamburg bereits seit seiner Einführung im Jahr 2004 bedient, wurde Deutschlands größter Containerhafen Anfang Mai in den Fahrplan des „Silk“-Service aufgenommen. 1996 gegründet, wird der „Silk“ seit 2010 mit elf Schiffen einer durchschnittlichen Stellplatzkapazität von 14.000 TEU betrieben. Der erste Anlauf in der neuen Hafenrotation erfolgte mit der „MSC Daniela“.
Aus Ningbo, Schanghai und Xiamen kommend wird neben Hongkong und den Shenzhen Ports, Yantian und Chiwan, noch Singapur angelaufen. Vor dem Elbehafen stehen in Europa noch Antwerpen und Felixstowe auf dem Fahrplan. Anschließend geht es nach Bremerhaven und Rotterdam. Die MSC Daniela wird am Eurogate Container Terminal Hamburg festmachen.
Zielsetzung der Umstrukturierung war die Verkürzung von Transitzeiten, die sich laut MSC um durchschnittlich bis zu sieben Tage verringert haben. Die Reisedauer von Singapur nach Hamburg beträgt im „Silk“-Service nur 23 Tage. Eine ähnlich kurze Fahrtzeit wird im „Lion“-Service ab Yantian erreicht. Neu im „Lion“ ist auch die Anbindung von Xingang nahe Tianjin und Dalian, Chinas nordöstlichstem eisfreien Hafen. (swe) (Foto: HHM) Time:matters: Zweiter Standort in Südostasien
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